Wie-Fragen

1Wie funktionieren Vakuumiergeräte?
Die im Handel erhältlichen Vakuumierer basieren praktisch alle auf dem gleichen Prinzip. Im Inneren der Geräte befinden sich eine oder mehrere Vakuumpumpen, die ähnlich wie bei einem Staubsauger einen Unterdruck generieren, allerdings deutlich leistungsfähiger sind. Dieser Unterdruck befördert die Luft aus der Vakuumbeutel oder dem Behälter. Die Handhabung ist dabei enorm einfach. Das Lebensmittel oder der Gegenstand, der vakuumiert werden soll, wird in einen speziellen Vakuumbeutel gelegt. Das offene Ende des Beutels wird nun in die passende Öffnung des Vakuumiergerätes eingelegt und das Vakuumieren auf Knopfdruck gestartet. Das Gerät saugt nun die Luft aus der Folienverpackung, was in der Regel deutlich hörbar ist. Sobald das nötige Vakuum hergestellt wurde, verschweißen die meisten Modelle den Folienbeutel mit der nötigen Hitze automatisch und verhindern so ein erneutes Eindringen von Luft. Die Verpackung kann anschließend entnommen werden und lässt sich platzsparend im Kühlschrank oder im Gefrierschrank aufbewahren.

Hochwertigere Geräte bieten darüber hinaus häufig auch die Möglichkeit, in speziellen luftdichten Behältern für ein Vakuum zu sorgen. Zu diesem Zweck besitzen sie einen Schlauch, mit dem eine Verbindung zu entsprechenden Vakuumbehältern hergestellt werden kann. Ebenfalls auf Knopfdruck saugen die Vakuumpumpen die Luft ab und sorgen so für ein Umfeld im Inneren der Verpackung, das Bakterien das Überleben schwer macht und die Haltbarkeit deutlich verlängert. Passende Behälter, die mit einem Ventil luftdicht abgeschlossen sind, gibt es als Zubehörprodukt in unterschiedlichen Größen, Formen und Farben. Sie bieten im Gegensatz zu Folienbeuteln den Vorteil, dass sie sich mehrfach verwenden lassen und im Kühlschrank bequem gestapelt oder nebeneinander angeordnet werden können.
2Wie funktioniert der Vakuumprozess?
Die Hersteller der Vakuumiergeräte konzentrieren sich in den meisten Fällen auf eine einfache Bedienung, oft lässt sich der Vakuumprozess sogar mit einem einzigen Knopfdruck realisieren. Hochwertigere Geräte bieten mit ihrer variablen Leistung mehr Einstellmöglichkeiten, die nach einer kurzen Einarbeitungsphase aber ebenfalls keine Hürde mehr darstellen. Sollen Lebensmittel oder andere Gegenstände in einer Folienverpackung vakuumiert werden, wird das Nahrungsmittel einfach in einen passenden Folienbeutel gelegt. Nun führt man die offene Seite der Folie in den dazu passenden Öffnungsschlitz des Vakuumierers ein. Anschließend muss lediglich noch der entsprechende Knopf gedrückt werden und schon beginnt der Vakuumprozess. Einfache Einsteigergeräte bieten kaum Einstellungsmöglichkeiten, sie saugen die Luft solange ab, bis ein ausreichendes Vakuum generiert wurde und verschweißen die Folie dann mit der Hilfe von Hitze luftdicht. Vakuumiergeräte aus der Mittelklasse bieten die Möglichkeit, die Leistung vorab gezielt abzustimmen oder den Vakuumprozess manuell zu stoppen, um das Verschweißen vorzeitig zu starten. Das ist wichtig, damit weiche Nahrungsmittel wie Brot oder Gemüse nicht durch ein zu starkes Vakuum zerdrückt oder zerquetscht werden.

Soll der Vakuumierer verwendet werden, um die Luft aus einen dafür vorgesehenen Aufbewahrungsbehälter zu saugen, ist das Vorgehen ähnlich simpel. Der häufig im Lieferumfang enthaltene Schlauch wird am entsprechenden Anschluss angebracht und anschließend am Ventil des Behälters befestigt. Nun wird der Vakuumprozess ebenfalls auf Knopfdruck gestartet und solange aufrecht gehalten, bis ein ausreichendes Vakuum erzeugt wurde. Abschließend den Schlauch abziehen, unter Umständen den Behälter nochmal auf seine Dichtigkeit prüfen und die luftdicht verpackten Lebensmittel im Kühlschrank oder Tiefkühlfach einsortieren.
3Wie vakuumiere ich richtig?
Insbesondere beim Vakuumieren von Lebensmitteln sollte man einige wichtige Dinge beachten, damit die Verlängerung der Haltbarkeit möglichst effektiv ist. Vor allem das Haltbarmachen von frischem Fleisch und Fisch setzt eine durchgängige Kühlkette voraus, die vom Vakuumprozess lediglich kurz unterbrochen werden sollte. Im Idealfall nimmt man das Fleisch oder den Fisch aus dem Kühlschrank, legt das Lebensmittel sofort in den dafür vorgesehenen Beutel und beginnt umgehend mit dem Vakuumieren. Ist der Vakuumprozess abgeschlossen, sollten Fleisch und Fisch sofort wieder in den Kühlschrank oder direkt in den Gefrierschrank gelegt werden.

Generell spielt beim Vakuumieren die Hygiene eine große Rolle. Händewaschen sollte zur Standardprozedur gehören und unter Umständen kann es sogar sinnvoll sein, bei der Arbeit mit einem Vakuumierer Latexhandschuhe zu tragen. Beim Haltbarmachen einiger Lebensmittel gibt es zudem bestimmte Eigenschaften zu beachten. Obst und Gemüse ist im geschälten Zustand häufig länger haltbar, weshalb es empfehlenswert ist, die Lebensmittel vorab zu schälen. Einige Nahrungsmittel, etwa Kohl und Bohnen, können Gase erzeugen. Deshalb ist es sinnvoll, solche Gemüsesorten vor dem Vakuumieren kurz zu blanchieren oder sie nur im verarbeiteten Zustand zu verarbeiten.

Beim Vakuumprozess selbst gibt es dank der einfachen Bedienung vieler Geräte nicht viel zu beachten. Bei einem Gerät mit variabler Leistung sollte man den Folienbeutel während des Vorgangs im Blick behalten, damit man den Prozess rechtzeitig stoppen kann, bevor Brot und andere weiche Lebensmittel zerdrückt werden. Nach dem Vakuumieren macht es Sinn, die angefertigte Schweißnaht kurz zu kontrollieren, bevor man die vakuumierten Lebensmittel im Kühlschrank verstaut. Gerade bei Speisen mit Sauce oder Flüssigkeiten führt eine undichte Schweißstelle sonst schnell zu erheblichen Verschmutzungen. Außerdem ist beim Vakuumieren von Flüssigkeiten generell darauf zu achten, dass möglichst keine flüssigen Bestandteile in die Vakuumkammer des Gerätes gesaugt werden.
4Wie pflegt man Vakuumiergeräte?
Bei Vakuumierern handelt es sich um Haushalts- und Küchengeräte, die oft ohne umfangreiche Pflege- und Wartungsmaßnahmen auskommen. Natürlich sollte man das Gerät regelmäßig oberflächlich reinigen und Staub entfernen. Dafür greift man einfach zu einem weichen Mikrofasertuch, das schonend mit der Oberfläche des Vakuumiergerätes umgeht. Sind stärkere Verschmutzungen vorhanden, kann man auch einen feuchten Lappen oder ein feuchtes Küchentuch verwenden, sollte aber unbedingt darauf achten, dass möglichst keine Feuchtigkeit in das Gerät eindringt. Außerdem ist es spätestens bei der Reinigung mit einem feuchten Tuch unerlässlich, das Gerät aus Sicherheitsgründen vorher vom Strom zu trennen.

Etwas mehr Reinigungs- und Pflegeaufwand ist nötig, wenn einmal Flüssigkeiten oder andere Bestandteile der vakuumierten Speisen in das Gerät gelangt sind. Hier spielen die Vakuumiergeräte mit einer herausnehmbaren Vakuumkammer ihre Vorteile aus, da sich die Einheit häufig einfach entnehmen und unter fließendem Wasser reinigen lässt. Anschließend wird die Vakuumkammer einfach gründlich abgetrocknet und kann kurze Zeit später wieder eingesetzt für das hygienische Verpacken von Lebensmitteln verwendet werden. Reinigungs- und Pflegehinweise des Herstellers finden sich häufig am Ende der Bedienungsanleitung und sollten unbedingt beachtet werden, damit die Garantieansprüche gegenüber dem Hersteller nicht verlorengehen. Wie der Vakuumierer über einen längeren Zeitraum nicht verwenden, ist es sinnvoll, das Küchengerät vom Strom zu trennen und an einem staubarmen Ort zu lagern.
5Wie lange ist etwas haltbar nach dem es vakuumiert wurde?
Inwiefern das Vakuumieren zur Verlängerung der Haltbarkeit beiträgt, ist stark von dem Lebensmittel abhängig. Die meisten Hersteller legen ihren Geräten eine Haltbarkeitstabelle bei, aus der man bei vielen Lebensmitteln die gewonnene Haltbarkeitsdauer ablesen kann. Brot und Brötchen, also Lebensmittel, die normalerweise nach zwei bis drei Tagen bereits nicht mehr frisch sind, lassen sich im vakuumierten Zustand oft sieben bis acht Tage lang aufbewahren. Kekse und Gebäck können oft sogar bis zu 12 Monate luftdicht verpackt gelagert werden.

Bei Wild und Geflügel, unverpackt normalerweise nur zwei bis drei Tage lang im Kühlschrank haltbar, verlängert sich die Haltbarkeit durch das Vakuumieren auf mehr als eine Woche und Käse ist in einem luftdichten Vakuumbeutel oder einem luftleeren Vakuumbehälter bis zu 20 Tage lang im Kühlschrank haltbar. Kaffeebohnen können vakuumiert mehr als zwei Jahre lang aufbewahrt werden, wobei dank der luftdichten Verpackung das Aroma erhalten bleibt. Auch bei Getränken verlängert sich die Haltbarkeit durch die Verwendung eine Vakuumiergerätes erheblich. Der Hersteller Lava gibt für alkoholfreie Getränke eine Haltbarkeit von 20 bis 25 Tagen an und selbst Wein bleibt in der Vakuumverpackung länger frisch. Der Rebensaft ist nach dem Öffnen normalerweise nur wenige Tage lang genießbar, hält sich in einer Vakuumverpackung aber bis zu 25 Tage lang.

Werden Lebensmittel nach dem Vakuumieren tiefgefroren gelagert, wird die Verlängerung der Haltbarkeit noch deutlicher. Fleisch, Geflügel und Fisch sollten ohne Vakuumverpackung normalerweise auch im tiefgekühlten Zustand nach spätestens sechs Monaten verbraucht sein, lagert man solche Lebensmittel aber in einer Vakuumverpackung verlängert sich die Lagerbarkeit auf bis zu 36 Monate. Sogar Hackfleisch lässt sich statt der üblichen vier Monate im Vakuum bis zu 12 Monate lang aufbewahren.

Was-Fragen

1Was ist ein Vakuumiergerät?
Bei einem Vakuumiergerät handelt es sich um ein vielseitig einsetzbares Haushaltsgerät, das vor allem in der Küche zum Einsatz kommt, um Lebensmittel sicher zu verpacken und länger haltbar zu machen. Die Geräte haben eine Pumpe verbaut, mit der die Luft aus einer Folienverpackung gesaugt wird. Es entsteht ein sogenanntes Vakuum, also ein nahezu luftleerer Raum. Anschließend verschweißt das Vakuumiergerät die Folie und sorgt so für eine luftdicht verschlossene Verpackung, in der Lebensmittel deutlich länger frisch bleiben. Die Nahrungsmittel kommen durch das Vakuumieren mit erheblich weniger Sauerstoff in Kontakt, was die Zersetzungsprozesse reduziert und die Entstehung von Bakterien verlangsamt. Lebensmittel sind deshalb drei- bis achtmal länger haltbar. Viele Hersteller liefern eine Haltbarkeitstabelle mit, aus der sich ganz einfach ablesen lässt, um welchen Faktor die Haltbarkeit gesteigert werden kann. Das Vakuum hat aber nicht nur einen positiven Einfluss auf die Haltbarkeit der verpackten Lebensmittel, auch das Volumen der Verpackung schrumpft durch das Absaugen der Luft zusammen und die Lebensmittel nehmen im Kühlschrank oder im Gefrierschrank weniger Platz weg.

Abseits der Haltbarmachung von Lebensmitteln gibt es für Vakuumierer noch weitere Einsatzmöglichkeiten. In der Küche bietet sich das Vakuumieren von Fleisch oder Fisch an, um es anschließend schonend bei niedrigen Temperaturen Sous-vide zu garen. Chipstüten lassen sich mit einem Vakuumierer nach dem Öffnen erneut luftdicht verschließen, damit der Inhalt frisch und knusprig bleibt. Auch im Haushalt ist ein Vakuumiergerät oft praktisch. Es bietet sich an, Silberbesteck oder Münzen mit einem Vakuumiergerät unter Ausschluss der Luft einzuschweißen, weil so die Oxidation verhindert wird und das Edelmetall nicht mehr anläuft. Beim Kofferpacken kann man Kleidungsstücke in einen Folienbeutel einpacken und anschließend mit einem Vakuumierer die Luft aus dem Beutel saugen. Insbesondere bei weichen, flauschigen Kleidungsstücken lässt sich damit das Volumen deutlich reduzieren, weshalb man wesentlich mehr Platz im Koffer zur Verfügung hat.
2Was kostet ein Vakuumiergerät?
Vakuumiergeräte sind in den verschiedensten Preisklassen erhältlich. Besonders einfache Einsteigergeräte werden häufig schon für 20 bis 30 Euro angeboten, sind aber oft auch mit einer vergleichsweise schwachen Vakuumpumpe ausgestattet und beschränken sich auf Grundfunktionen. Die Einsteigermodelle bringen in der Regel keine einstellbare Leistung mit, weshalb sie für empfindliche Lebensmittel nur bedingt geeignet sind. Außerdem werden die Folienverpackungen oft nur mit einer einzigen Schweißnaht verschlossen, was beim Vakuumieren von Flüssigkeiten oder Lebensmitteln mit Saucen nicht unbedingt sicher ist.

Mittelklassegeräte bewegen sich in einem Preisbereich von 80 bis 100 Euro und bieten bei der Nutzung mehr Komfort. Die Saugleistung lässt sich in den meisten Fällen gezielt regeln oder das Vakuumieren zumindest vorzeitig abbrechen, damit empfindliche und weiche Lebensmitteln nicht zerdrückt werden. Außerdem fertigen die hochwertigeren Vakuumierer oft eine doppelte Schweißnaht an, die stabiler ist und bei Flüssigkeiten deutlich mehr Sicherheit bietet.

Vakuumiergeräte aus der Oberklasse und Premiummodelle von Markenherstellern wie Caso oder Lava sind ab 150 Euro erhältlich und machen mit einer hohen Saugleistung und vielen Komfortfunktionen auf sich aufmerksam. Eine individuell einstellbare Vakuumleistung bietet die Möglichkeit, die Stärke der Pumpe gezielt anzupassen. Für weiche Lebensmittel wie Brot oder Gemüse, das bei voller Leistung zerdrückt wird, kann weniger Leistung angewählt werden, während stabile Nahrungsmittel mit voller Kraft vakuumiert werden können. Eine herausnehmbare Vakuumeinheit ist ein großer Vorteil in Bezug auf die Sauberkeit und die Hygiene. Wird versehentlich mal Flüssigkeit, Sauce oder Fleischsaft eingesaugt, lässt sich die herausnehmbare Vakuumkammer bequem unter fließendem Wasser ohne großen Aufwand reinigen.
3Was bedeutet vakuumieren?
Das Wort Vakuum stammt vom lateinischen vacuus, was leer bedeutet. Im Volksmund steht der Begriff für einen nahezu luftleeren Raum und das ist auch genau das, was beim Vakuumieren entsteht. Lebensmittel, Silberbesteck oder andere Gegenständig werden in eine Folienverpackung oder einen speziellen Behälter gelegt. Das Vakuumiergerät entzieht dem Folienbeutel oder dem luftdicht abgeschlossenen Behälter die Luft und damit auch den Sauerstoff, der für die Vermehrung von Bakterien und zahlreiche Zersetzungsprozesse bei Lebensmitteln verantwortlich ist. Durch das automatische Verschweißen der Folienverpackung, das selbst einfache Einsteigergeräte bereits beherrschen, wird die Verpackung luftdicht verschlossen und das Vakuum im Inneren bleibt dauerhaft erhalten. Bei speziellen Vakuumbehältern kommt ein Schlauch zum Einsatz, mit dem die Luft durch die Kraft der Vakuumpumpe aus dem Behälter gesaugt wird.

Bevor es Vakuumierer gab, war das Einkochen eine beliebte Methode zur Haltbarmachung von Lebensmitteln. Das Einkochen basiert auf einem ähnlichen Prinzip, nämlich dem Ausschluss von Luft und dem darin enthaltenen Sauerstoff. Beim Einkochen verdrängt die heiße Flüssigkeit die Luft aus dem Gefäß und der bekannte, rote Dichtungsring verhindert das Eindringen neuer Luft. Im Inneren entsteht ein Vakuum, das sogar hörbar wird, wenn es beim späteren Öffnen kurz zischt. Ohne den Einfluss des Sauerstoffes blieben die eingekochten Lebensmitteln deutlich länger haltbar. Ein einfaches Prinzip, das sich heutzutage durch moderne Vakuumiergeräte mit deutlich weniger Aufwand und praktisch im Handumdrehen realisieren lässt.
4Was kann man vakuumieren?
Vakuumiergeräte bieten sich vor allem für die Nutzung in der Küche an. Mit den Geräten kann man Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, Gemüse, Obst, Nudel, Reis, Brot und viele andere Nahrungsmittel bequem vakuumieren und damit länger haltbar machen. Auch Flüssigkeiten wie Brühe können mit einer gewissen Portion Vorsicht während des Vakuumprozesses problemlos luftdicht verpackt werden, insbesondere dann, wenn das Vakuumiergerät eine doppelte oder sogar eine dreifache Schweißnaht setzen kann, die vor einem Auslaufen schützt.

Das Vakuumieren von tiefgekühlten Produkten bietet nicht nur den Vorteil, dass Gefrierbrand keine Chance mehr hat, die tiefgekühlten Lebensmittel lassen sich anschließend auch ganz einfach im Wasserbad auftauen, ohne dass die Speise mit dem Wasser in Berührung kommt. Eine noch relativ neue Verwendungsmöglichkeit für Vakuumiergeräte ist das Garverfahren Sous-vide. Dabei wird Fleisch mit Hilfe eines Vakuumierers in einer Folie luftdicht verpackt und anschließend bei niedriger Temperatur über einen langen Zeitraum besonders schonend im Wasserbad gegart. Vor allem Fans hochwertiger Steaks schwören auf die Methode, bei der nach dem langsamen Garvorgang durch scharfes Anbraten für die Röstaromen gesorgt wird, bevor das Steak anschließend besonders saftig auf dem Teller landet.

Abseits der Küche bieten sich ebenfalls viele Einsatzmöglichkeiten. Das luftdichte Verpacken von Silberbesteck oder wertvollen Silbermünzen verhindern das unschöne Anlaufen des Edelmetalls und Kleidung lässt sich besonders platzsparend verstauen, wenn sie in einem Beutel verpackt wird, aus dem man mit einem Vakuumiergerät die Luft entfernt. Insbesondere bei weichen Gegenständen wie Bettdecken und Kopfkissen bietet sich das Vakuumieren an, weil sich das Volumen erheblich reduziert. Problemlos lässt sich so die dicke Winterdecke während des Sommers platzsparend verstauen.

Wo-Fragen

1Wo Vakuumiergerät kaufen?
Genau wie alle anderen Haushalts- und Küchengeräte sind Vakuumierer im Fachhandel und natürlich auch bei zahlreichen Online-Shops erhältlich. Online bieten die großen Versandhändler wie Amazon und Otto eine große Auswahl von Geräten unterschiedlicher Hersteller in den verschiedenen Preisklassen an. Der Vakuumierer kommt bequem mit einem Paketdienst direkt nach Hause und kann nach dem Auspacken und einem kurzen Einlesen in die Bedienungsanleitung sofort verwendet werden. Um die Garantieabwicklung muss man sich im Schadensfall als Verbraucher keine Sorgen machen, Online-Händler bieten genau wie lokale Einzelhändler einen entsprechenden Kundenservice und erlauben in der Regel ein bequemes Einschicken, falls ein Vakuumierer mal vorzeitig defekt ist. Alternativ kann man sich natürlich auch direkt mit dem Hersteller des Gerätes auseinandersetzen. Dank des Fernabsatzgesetzes kann man den Vakuumierer innerhalb von 14 Tagen sogar ohne die Angabe von Gründen zurückschicken, falls das Produkt nach einem kurzen Test plötzlich nicht mehr überzeugt.

Die Alternative zum Einzelhandel sind Elektronikmärkte und Küchenfachgeschäfte, die vor allem im Bereich Service Vorteile bieten. Im lokalen Einzelhandel kann man sich das Vakuumiergerät vor dem Kauf genau ansehen und in vielen Geschäften sogar vorführen lassen oder direkt selbst ausprobieren. Für Garantie- oder Gewährleistungsansprüche hat man nach dem Kauf im lokalen Einzelhandel vor Ort einen Ansprechpartner. Hier und da kann man Vakuumiergeräte mittlerweile auch in gut sortierten Supermärkten finden und teilweise bieten sogar Discounter entsprechende Geräte als Aktionsware an. Auf ein Ausprobieren vor dem Kauf, eine umfassende Beratung und einen Vor-Ort-Service muss man, anders als beim Kauf im Fachhandel, bei Discounter-Produkten aber in der Regel verzichten.

Ob man online, im Fachhandel oder im Supermarkt einen Vakuumierer kauft, ist letztlich von den persönlichen Ansprüchen abhängig. Hat man sich nach einer Recherche im Internet bereits für ein Produkt entschieden, spricht nichts dagegen, es direkt online zu bestellen. Wer vorab eine ausgiebige Beratung haben möchte, ist im Fachhandel besser aufgehoben.

Warum-Fragen

1Warum ein Vakuumiergerät?
Die Einsatzmöglichkeiten eines Vakuumiergerätes sind enorm vielfältig. Mit den Geräten kann man nicht nur die Haltbarkeit von Lebensmitteln steigern, durch das geringere Volumen der nahezu luftleeren Verpackungen nehmen die Nahrungsmittel auch erheblich weniger Platz weg und man kann die Größe des Kühlschrankes oder des Tiefkühlfaches besser ausnutzen. Abseits der Küche bieten sich Einsatzzwecke beim luftdichten Verpacken von Silberbesteck oder der platzsparenden Lagerung von Kleidung, Kopfkissen und Bettdecken.

Insbesondere in einem Single-Haushalt oder einem Haushalt mit zwei Personen bietet sich die Anschaffung eines Vakuumierers an. Wer kennt es nicht? Man geht einkaufen und weiß eigentlich schon auf den ersten Blick, dass die fünf Bratwürste in der Verpackung oder das ganze Glas Rotkohl viel zu viel für eine oder zwei Personen sind. Nach dem Öffnen sind die Nahrungsmittel normalerweise nur wenige Tage lang haltbar und müssen anschließend weggeworfen werden, falls man sie nicht zeitnah verarbeitet. Hier kommt der Vakuumierer ins Spiel, mit dem sich die Haltbarkeit – je nach Lebensmittel – um das Drei- bis Achtfache steigern lässt. In Verbindung mit der einen anderen Anpassung des Speiseplans können Reste komplett verwertet werden, was die Umwelt und den Geldbeutel schont.

Natürlich bietet ein Vakuumiergerät aber auch Familien viele Vorteile. Reste können durch das Vakuumieren hygienisch verpackt und platzsparend eingefroren werden. Wenn es schnell gehen muss, lassen sie sich dann einfach wieder auftauen und können verwertet werden. Beim Auftauen zeigt sich dann auch ein weiterer Vorteil der Vakuumverpackung, da sich die Lebensmittel ganz einfach schonend im Wasserbad auftauen lassen, ohne dass die Nahrungsmittel verwässern.

Welche/s-Fragen

1Welche Vakuumierbeutel?
Viele Vakuumiergeräte arbeiten am besten mit speziellen Vakuumierbeuteln zusammen, die von verschiedenen Herstellern in unterschiedlichen Größen erhältlich sind. Die Vorteile liegen auf der Hand, die speziellen Beutel sind im Vergleich zu einfachen Gefrierbeuteln oder Frischhaltefolien besonders stabil und reißfest, weshalb sie auch bei einem intensiven Vakuumprozess mit viel Leistung keinen Schaden nehmen. Die relativ teuren Vakuumierbeutel lassen sich allerdings in der Regel lediglich einmal verwenden, da sie aufgeschnitten werden müssen, wenn man an die vakuumierten Lebensmittel gelangen will. Insbesondere in Haushalten, in denen nahezu täglich Speisen vakuumiert werden, kann es deshalb Sinn machen, sich aus Kostengründen gezielt nach einem Vakuumiergerät umzusehen, das mit dem günstigeren Frischaltebeuteln oder einfachen Gefrierbeuteln zurechtkommt.

Eine Alternative sind Beutel mit einem Zip-Verschluss, die zum Öffnen nicht aufgeschnitten werden müssen. Solche Vakuumierbeutel lassen sich bequem mehrfach verwenden und helfen dementsprechend dabei, die Folgekosten zu reduzieren. Die Beutel werden nicht verschweißt, stattdessen bieten sie einen Ventilanschluss für den Schlauch des Vakuumiergerätes, der normalerweise dazu genutzt wird, um die Luft aus einem Behälter abzusaugen. Bei der Verwendung von Beuteln mit Zip-Verschluss spielt natürlich die Hygiene eine besonders große Rolle. Die Beutel müssen vor der erneuten Verwendung intensiv gereinigt werden, insbesondere dann, wenn sensible Lebensmittel wie Fleisch oder Fisch darin vakuumiert wurden.

Abseits spezieller Folienbeutel gibt es auch Vakuumierer, die mit einer Endlos-Folienrolle arbeiten. Dieser Folienschlauch bietet den großen Vorteil, dass man nicht auf eine vorgefertigte Beutelgröße zurückgreifen muss, sondern man als Nutzer die Beutelgröße genau so wählen kann, wie sie nötig ist. Zu diesem Zweck haben die entsprechenden Vakuumiergeräte oft ein komfortables Messerwerkzeug integriert, mit dem man die Folie nach dem Verschweißen bequem an der richtigen Stelle abschneiden kann.
2Welches ist das beste Vakuumiergerät?
Welches Modell der beste Vakuumierer ist, ist stark von den persönlichen Ansprüchen des Nutzers abhängig. Bei einem gelegentlichen Einsatz ist der Caso VC 10 eine gute Wahl. Das Einsteigermodell bietet mit 110 Watt und einer Saugkraft von 12 Litern pro Minute genug Leistung für den alltäglichen Vakuumprozess und lässt sich besonders einfach bedienen. In der Mittelklasse und dem mittleren Preisbereich bieten sich Modelle wie das Caso VC 200 und das Vakuumiergerät Severin FS 3604 an. Beide Modelle bieten im Gegensatz zu vielen Einsteigerprodukten ein regulierbares Vakuum und ermöglichen damit eine gezielte Anpassung der Leistung, damit weiche Lebensmittel oder Gegenstände nicht von einem zu starken Vakuum zerdrückt werden. Beide Geräte erlauben zudem auch das Absaugen der Luft aus speziellen Vakuumbehältern und sind damit nicht auf die Verwendung von Vakuumfolien beschränkt. Der Caso VC 200 Vakuumierer macht zudem mit einer herausnehmbaren und einfach zu reinigenden Vakuumkammer auf sich aufmerksam.

Zu den besten Vakuumierern zählen Produkte wie der Caso FastVac 4000. Das Modell liefert mit 350 Watt und bis zu 20l/min Saugleistung enorm viel Kraft, lässt sich bei Bedarf aber auch herunterregulieren und somit ganz schonend verwenden. Das Gerät arbeiten mit Folienbeuteln und Vakuumbehältern zusammen und ist sogar dazu in der Lage, zwei Beutel gleichzeitig zu vakuumieren. Als Alternativen zu teuren Folienbeuteln lässt sich das Modell auch mit einer Endlos-Folienrolle betreiben, mit der man die Größe der Folienverpackung ganz individuell anpassen kann. Zwei Schweißnähte sorgen dafür, dass auch Flüssigkeiten sich sicher vakuumieren lassen und selbst dann nicht auslaufen, wenn eine Naht versagt.
3Welche Arten von Vakuumiergeräten gibt es?
Der Handel hält für den Hausgebrauch gar nicht so viele verschiedene Arten von Vakuumieren bereit. Die Geräte ähneln sich optisch stark und unterscheiden vor allem durch innere Werte wie die Saugleistung und die Ausstattung mit Zusatzfunktionen wie einer variablen Vakuumleistung und einem passenden Anschluss für den Schlauch, mit dem man auch speziellen Vakuumbehältern die Luft entziehen kann um die Haltbarkeit der darin gelagerten Speisen zu verlängern.

Im Profibereich sind allerdings Geräte erhältlich, die sich durch ihre hochwertige Ausstattung teilweise deutlich von anderen Modellen abheben. Solche Vakuumiergeräte, etwa die Lava V400- oder V500-Serie bringen eine besonders hohe Pumpleistung mit und bieten zur Überwachung des Druckes ein Manometer. Die Geräte können bis zu 1000 Vakuumvorgänge nacheinander bewältigen ohne zu überhitzen und können problemlos gleich drei Schweißnähe setzen, um Flüssigkeiten sicher einzuschließen.